AUS FÜR DIE KREISBAHN

  • Ab 1927 wurden Gastell-Triebwagen auf der Linie 8 eingesetzt: Triebwagen 532 im Mai 1944.
    Foto Klaus-Bernd-Lange - Sammlung Ludwig Schoenefeld

In Ergänzung der Strecke nach Blankenstein konnte die Hattinger Kreisbahn am 18. Dezember 1926 eine zweite Straßenbahnverbindung nach Stiepel in Betrieb nehmen. Sie mußte jedoch schon nach drei Jahren im Zuge der kommunalen Neugliederung im mittleren Ruhrgebiet an die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG abgetreten werden.

Der Hattinger Kreisbahn verblieb damit als Eigenbetrieb nur die Stammstrecke von Hattingen nach Blankenstein. Rund 1,24 Kilometer des Linienweges der Verbindung nach Stiepel – zwischen Lohfeld und der Ausweiche in der Hüttenstraße – lagen weiterhin auf dem Gebiet der Stadt Hattingen und des am 1. Januar 1929 gegründeten Ennepe-Ruhr-Kreises. Im Interesse der Fahrgäste (und der Henrichshütte) wurde die Endstelle an der Kreuzung von Hüttenstrßae und Roonstraße“ jedoch weiterhin beibehalten.

Es stellte sich schnell heraus, dass die Hattinger Kreisbahn die Strecke von Hattingen nach Blankenstein nicht mehr wirtschaftlich betreiben konnte. Am 15. September 1933 gab der Ennepe-Ruhr-Kreis deshalb die eigene Betriebsführung auf und verpachtete die Strecke und die Fahrzeuge der Kreisbahn an die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG.

Diese verband die Strecke nach Blankenstein mit der eigenen Linie nach Hattingen zu einer durchgehenden Linie 8 Bochum-Süd – Blankenstein. Zwischen Bochum-Süd und Hattingen wurde sie zunächst im Parallelverkehr mit der Gemeinschaftslinie „A“ Castrop – Gerthe – Bochum-Süd – Weitmar – Linden – Hattingen betrieben.

1937 trennte sich der Ennepe-Ruhr-Kreis endgültig von seiner Straßenbahn. Acht Triebwagen des Baujahres 1913 übernahmen die Straßenbahnen im Saartal in Saarbrücken. Ein Triebwagen des Baujahres 1913, die vier Trieb- und Beiwagen aus den Jahren 1927 und 1928 sowie die drei für Streckenarbeiten genutzten Güterwagen verblieben bei der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG.