BERGISCHE FAHRZEUGE

  • Triebwagen 53 (Busch 1900) kam vermutlich als Arbeitswagen nach Hattingen.
    Foto D. Pott - Sammlung Jörg Rudat

Auf den Linien des Niederberg-Netzes setzten die Bergischen Kleinbahnen zunächst kleine zweiachsige Triebwagen ein, die in den Jahren 1897 und 1898 von MAN und der Waggonfabrik Busch geliefert worden waren. Die Plattformen waren von Anfang an verglast und mit Schiebetüren zu verschließen.

Fotografisch überliefert ist auch der Einsatz weiterer Zweiachser, die 1903/04 von Busch und 1905 bis 1912 von MAN geliefert wurden. Zu diesen Triebwagen lieferte MAN auch passende Beiwagen.

1919 wurden von MAN fünf ursprünglich für den Straßenbahnbetrieb in Augsburg vorgesehene Triebwagen übernommen, die alsbald auch auf dem Niederberg-Netz zum Einsatz kamen. Ihnen folgten 1920 zehn weitere, mit den Augsburger Typen identische Triebwagen. Diese Fahrzeuge waren erstmals mit zwei Lyra-Stromabnehmern ausgestattet. Diese blieben bis zur Betriebseinstellung ein besonderes Merkmal der aus Wuppertal nach Hattingen kommenden Straßenbahnwagen.

In Erinnerung geblieben sind in Hattingen gleichwohl vor allem die zehn schweren vierachsigen Triebwagen, die MAN in den Jahren 1925 und 1926 an die Bergischen Kleinbahnen lieferte. Zusammen mit den zeitgleich gelieferten vierachsigen Beiwagen blieben die soliden Fahrzeuge bis zur Einstellung des Niederberg-Netzes im Einsatz. Einer von ihnen – Triebwagen 159 – blieb seit 1970 bei den Bergischen Museumsbahnen e.V. erhalten.Im Museumsdepot an der Kohlfurther Brücke war er in den zurückliegenden Jahren häufig als „7“ mit Fahrtziel Hattingen beschildert.

1927 und 1931 folgten nochmals zwei Serien zweiachsiger Triebwagen von Talbot in Aachen und der Waggonfabrik Uerdingen, letztere erstmals mit einem Stahlaufbau. Passende Beiwagen lieferte 1927 MAN. Von diesen, häufig in Hattingen anzutreffenden Wagen blieben drei Exemplare – Talbot-Triebwagen 105 und 113 sowie der Uerdinger-Triebwagen 115  – im Straßenbahnmuseum an der Kohlfurther Brücke erhalten.