NUR NOCH ERINNERUNG

  • 1952 treffen sich BOGESTRA und Wuppertaler Stadtwerke noch in der Hattinger Bahnhofstraße.
    Foto Klaus-Bernd Lange - Sammlung Ludwig Schönefeld

1940 ging die Bergische Kleinbahnen AG in der neu gegründeten Wuppertaler Bahnen AG auf.

Durch die Kriegsjahre kam die überwiegend ländliche Verbindung von Nierenhof nach Hattingen mit nur wenigen Schäden. Dies änderte sich in den letzten Kriegsmonaten. Am 16. April 1945, nach anderen Quellen am 4. Mai 1945, wurde der Linienbetrieb zwischen Nierenhof und Hattingen ganz eingestellt.

Die Wiederinbetriebnahme gelang gleichwohl schnell: Am 16. Juni 1945 zwischen Nierenhof und der Ausweiche Bahndamm, am 11. Juli 1945 zwischen der Ausweiche Bahndamm und der Wilhelmstraße in Hattingen. Ab dem 29. November 1945 waren die Wuppertaler Wagen wieder am Hattinger Bahnhof anzutreffen.

Die Linie 19 wurde am 10. Februar 1947 aufgegeben. Ab dem 11. Februar 1947 fuhr die neue Linie 7 über die Strecke Elberfeld / Arrenberg – Neviges – Langenberg – Nierenhof zum Bahnhof Hattingen. Am 10. Mai 1951 wurde die Endstelle in Wuppertal zur Stadthalle Elberfeld verlegt. Vom 4. August 1952 bis zur Einstellung am 30. November 1953 verkehrte die Linie 7 im Anschluss an die Linie 9 Elberfeld – Neviges zwischen Neviges und Hattingen Bahnhof.

Die Wuppertaler Stadtwerke AG, in der die Wuppertaler Bahnen 1948 aufgegangen waren, hatte bereits 1950 die Grundsatzentscheidung getroffen, alle meterspurigen Straßenbahnlinien nach und nach durch Omnibusse zu ersetzen. Als Ersatz für die Linie 7 fuhr somit jetzt ein Omnibus unter gleicher Nummer in Richtung Wuppertal.

ZEITUNGEN UND PILGERFAHRTEN

In Erinnerung blieben die insbesondere mit der Bergischen Kleinbahnen AG verbundenen Episoden: Etwa der Transport der Mittagsausgabe der von der Druckerei Hundt herausgegebenen „Hattinger Zeitung“ nach Neviges.

Oder die vor dem Zweiten Weltkrieg regelmäßig mit der Straßenbahn durchgeführten Pilgerfahrten von Bochum nach Neviges: Die jeweils vier bis fünf dafür notwendigen Straßenbahnwagen stellte die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG. Ab Hattingen wurden Lotsen für die topographisch anspruchsvolle Fahrt über Nierenhof nach Neviges gestellt. Bis zur Rückfahrt nach Bochum warteten die Sonderwagen und ihr Personal in der Wagenhalle Neviges auf die Pilger.