BRUCHSTRASSE

Die von Neviges kommende Strecke der Bergischen Kleinbahnen wurde zum Zeitpunkt der Eröffnung über die heutige Nierenhofer Straße und die Bruchstraße in die Hattinger Altstadt geführt. Über die Große Weilstraße verlief die Trasse zum Kaiserlichen Postamt. Dort wurde eine Gleisverbindung zur Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG hergestellt.

Über die Gleise der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG in der Hattinger Bahnhofstraße erreichten die Straßenbahnzüge der Bergischen Kleinbahn den Abzweig zur Endstelle am Bahnhof Hattingen.

Das Beitragsbild zeigt die Trasse der Bergischen Kleinbahn auf der Südseite der Bruchstraße. Die in den 1920er-Jahren als Teil eines Postkartenalbums angebotenen Postkarte ist sehr weitverbreitet. Offenbar war das Panorama recht beliebt, auch wenn das eigentliche Motiv durch die Retusche und die Colorierung erheblich verfremdet wurde.

Deutlich klarer war die Postkarte in schwarz-weiß (Verlag Max Biegel, Elberfeld – Sammlung Ludwig Schönefeld):

Während die auf linken Bildseite sichtbaren Häuser bis heute bestehen, hat sich das Stadtbild im Bereich der Großen Weilstraße über die Jahre stark verändert. An der Stelle, die Straßenbahnfahrer einst aufgrund der verwinkelt angeordneten Fachwerkhäuser der Hattinger Altstadt angehalten waren, mit besonderer Vorsicht zu fahren, befindet sich heute ein großes Einkaufszentrum. Auch die Bebauung der Nordseite der Großen Weilstraße wurde modernisiert. Von der Altstadt hat nur der nördliche Teil überlebt.

Die Bruchstraße wurde in den 1990er-Jahren verkehrsberuhigt. Der Verkehr von Nierenhof nach Hattingen läuft heute vom südlichen Ende der Bruchstraße über eine neu gebaute Verbindungsstraße zu einer Zentralkreuzung mit der Martin-Luther-Straße (B 51) am Reschop. Hier schließt auf der Nordseite die inzwischen ebenfalls ausgebaute August-Bebel-Straße an.

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